Projektstart

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Beitragvon Sg38fn » Di Jun 22, 2021 12:45 pm

Hallo zusammen,

nachdem mein Restaurationsprojekt zunächst ein Reinfall zu werden drohte, sieht die Situation für mich mittlerweile gar nicht mehr so schlecht aus :D

Zunächst habe ich den schlimmsten Pfusch des Vorbesitzers beseitigt:
IMG_20210609_125659.jpg


IMG_20210621_114607.jpg


Danach habe ich das Motorrad mal etwas entblättert und sorgfältig gereinigt:
IMG_20210622_121600.jpg


Der Preis der Maschine war zwar viel zu hoch, aber als Basis für eine Restauration, so wie ich mir diese vorgestellt hatte, ist die Maschine durchaus geeignet.

Ich werde mich bei der Restauration zwar grob an der Optik einer F1 orientieren, ob alles genau zum Original passen wird, ist mir allerdings ziemlich schnurz.

P.S.: mir wurde unter anderem eine 4 in 1 Anlage von Jardine angeboten, ist diese nach eurer Erfahrung zu empfehlen?

Gruß
Günther
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Re: Projektstart

Beitragvon Hondaberti » Di Jun 22, 2021 3:44 pm

P.S.: mir wurde unter anderem eine 4 in 1 Anlage von Jardine angeboten, ist diese nach eurer Erfahrung zu empfehlen?


Keine Ahnung. Ich höre den Namen zum ersten Mal. Sind denn Papiere dabei? E-Nummern gab es damals noch nicht,

Gruß

Berthold
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Re: Projektstart

Beitragvon Sg38fn » Di Jun 22, 2021 6:04 pm

Hallo Berthold,

Die "Jardine-Anlage" sieht zwar gut aus, war mir allerdings bezüglich der Zulassung auch nicht ganz geheuer :roll:
Mittlerweile habe ich eine Original-Anlage der F1 gefunden, die noch ganz gut aussieht :D

Morgen werde ich mal eine Kompressionsdruckmessung machen. Ein Kerzengewinde wurde von einem der Vorbesitzer
überdreht, so dass ich den Motor ausbauen und ein Helicoil einsetzen werde. Wenn der Motor dann schon mal
draußen ist, werde ich den auch gleich noch neu lackieren.


Gruß
Günther
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Re: Projektstart

Beitragvon gruzzel » Mi Jun 23, 2021 9:14 am

Moin,

na, das hört sich doch alles gut an - weiterhin viel Erfolg!

:metal:

Marco
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Re: Projektstart

Beitragvon Sg38fn » Mi Jun 23, 2021 9:50 am

gruzzel hat geschrieben:Moin,

na, das hört sich doch alles gut an - weiterhin viel Erfolg!

:metal:

Marco


Hallo Marco,

besten Dank für deinen Zuspruch!
Du weißt ja: "Never give up" :D

Gruß
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Re: Projektstart

Beitragvon blökel » Mi Jun 23, 2021 11:03 am

Hi,

es geht fast alles. Bei Oldtimern wirft man nichts fort. Was alles möglich ist zeigt Allan Millyard. Mit einfachen Mitteln baut der tolle Sachen.
Der Typ hat was drauf.

Gruss
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Re: Projektstart

Beitragvon Sg38fn » Do Aug 19, 2021 11:11 am

Hallo zusammen,

mittlerweile habe ich den Motor weitgehend zerlegt:
IMG_20210818_123532.jpg


Die Sturzschäden wurden von einem Vorbesitzer mit Kaltmetall "repariert". Das Kaltmetall habe ich herausgekratzt, so dass man die Sturzschäden genauer erkennen kann:
IMG_20210818_122745.jpg

IMG_20210818_122752.jpg


Eine Gewindeaufnahme für die Zündplatte war mit Kunstharz eingeklebt:
IMG_20210818_125124.jpg


Ich habe einen Experten gefunden, der sich zutraut die fehlenden Stücke aus einem Schrottteil herauszutrennen und in dieses Gehäuse einzuschweißen. Im nächsten Schritt
werde ich das Innenleben aus dem Gehäuse entfernen und ihm die leeren Gehäuseteile zukommen lassen:
IMG_20210818_130654.jpg



Bin schon gespannt auf das Ergebnis und werde weiter berichten, vielleicht bin ich ja nicht der Einzige, der ein solches Problem hat :D

Gruß
Günther
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Re: Projektstart

Beitragvon Sg38fn » Do Aug 19, 2021 6:25 pm

Hallo zusammen,

von einem Forumsmitglied kam der berechtigte Hinweis, dass die Schweißungen in der Nähe eines Kurbelwellenlagers liegen, so dass ein thermischer Verzug den Rundlauf der Kurbelwelle beeinträchtigen könnte :(

Eine Alternative wäre es, die Reste an den Schadstellen komplett abzutrennen und einen Aluminium Ring (Durchmesser 130mm, Wandstärke 5mm) von innen anzuschrauben, diesen gibt es im Handel für etwa 5.- €. Diese Idee hätte den weiteren Vorteil, dass ich das Innenleben nicht komplett ausbauen muss :D

Ich werde mir eine geeignete Lösung überlegen und wieder berichten.

Gruß
Günther
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Re: Projektstart

Beitragvon blökel » Fr Aug 20, 2021 8:10 am

Hi,
schweißen mit wenig Streckenenergie und gut vorwärmen (200°C). Nach dem schweißen noch Temperatur mehrere Stunden halten zum Spannungsabbau.
Wenn du das dem Schweißer sagst weis der Bescheid.
Natürlich ohne Motorinnereien und im zusammengebautem Zustand.

Gruss

P.S.
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Re: Projektstart

Beitragvon blökel » Fr Aug 20, 2021 8:12 am

P:S. Schweißverfahren WIG, Mikroplasmaschweißen oder am besten Laser.
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Re: Projektstart

Beitragvon gruzzel » Fr Aug 20, 2021 11:29 am

Moin,

ich weiß gar nicht, ob ich es hier schon zum Besten gegeben habe.

Im Jahre 1980 sind wir mit meiner Bol d'or auf der Küstenstraße im
damaligen Jugoslawien, bei Regen gestürzt. In einer Rechtskurve schön
weggerutscht. Hatten damals Glück, dass dort eine Parkbucht neben
der Straße war, ansonsten wären wir wohl einige hundert Meter in
Richtung Meer nach unten abgegangen. Passiert war uns auch nix -
ich rutsche auf der rechten Pobacke auf meinem Portemonnaie
in der Lederhose dahin, und meine Freundin wurde von ihrer Leder
Kleidung ebenfalls beschützt.

Logistisch war das dann ziemlich kacke, dort vom Ende der Welt
nach Hause zu kommen und auch das Motorrad wieder nach Bremen
bringen zu lassen...

Na ja, jedenfalls sah mein Kurbelgehäuse auf der rechten Seite fast
genauso aus, wie Deines, Günther! Alle meine Fachkumpel und auch
die Werkstatt meinten - tja, Alter, datt is wohl ganz klar Schrott...

Das Ganze war natürlich auch Thema bei uns auf der Arbeit im
Kraftwerk, wo ich damals gerade angeheuert hatte. Und da hörte
sich auch Heini Geske die Geschichte an. Heini war aus meiner Sicht
schon uralt und der beste, der Starschweißer unter den ganzen
Kesselschweißern. Ich hätte nie gewagt, den anzusprechen, aber der
kam auf mich zu und meinte, bring die Kiste mal hier aufs Werk, das
kriegen wir schon hin!

Und dann haben er und seine Kollegen das hingekriegt, aber sowas
von - und zwar ohne den Motor zu zerlegen!

Die waren da mit vier Mann am werkeln. Hatten sich aus Aluschrott
die fehlenden Bruchstücke gebastelt. Einer hat gekühlt, einer hat
wiederum gewärmt, einer hat geführt und Heini hat WIG geschweißt.

Und bestimmt 50 Mann standen drumherum - war voll die Aktion damals.
Selbst der Kraftwerksleiter war dabei. Heini war der Held, und ich
urplötzlich auf dem ganzen Werk bekannt. Und ich hatte danach
einen Stein im Brett bei den Kesselschweißern, welche ziemlich harte
Jungs waren, war schon geil...

Die Bol d'or haben meine Perle und ich dann noch Jahre geritten ohne
irgendwelche Probleme.

Nun ja, was will ich damit sagen? Zunächst wollte ich mal wieder einen
loslassen und eine kleine Geschichte schreiben, und zum Anderen - gib
nicht auf Günther, das ist alles zu machen!!

So, und jetzt in die Garage - erstmal nen Lütten schlürfen...

:metal:

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Re: Projektstart

Beitragvon blökel » Mo Aug 23, 2021 11:11 am

Und woher kommt das?
Die Kesselschweißer sind alles geprüfte Schweißer. Die lernen das Verfahren und müssen dies durch Prüfungsstücke nachweisen. Ich hatte auch geprüfte Schweißer und schrieb die entsprechende Verfahrensanweisungen.
Im KFZ Bereich gibts das nicht. Da darf jeder bruzzeln. Das Wissen über Schweißverfahren und Schweißnahtvorbereitung ist nur rudimentär vorhanden. Schweißer im Anlagenbau müssen dies nachweisen. Als SFI sowieso.
Also guten Schweißer suchen und nicht verzagen.

Gruß
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Re: Projektstart

Beitragvon gruzzel » Di Aug 24, 2021 7:21 am

Moin,

genauso sieht's aus, kann ich nur bestätigen!

:metal:

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Re: Projektstart

Beitragvon Sg38fn » Sa Aug 28, 2021 5:33 pm

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen, ich hatte mir schon gedacht, dass ich nicht der einzige mit einem solchen Schaden bin :cry:

Zwischenzeitlich hatte ich mir eine Lösung überlegt, indem ich die Reste abtrennen und danach ein Alu-Rohr (Durchmesser 130mm, Wandstärke 5mm) aufschrauben wollte. Diese Lösung hätte eventuell sogar funktioniert ohne den Motor zu zerlegen.

Mittlerweile kam mir ein Profi zu Hilfe, der das Kurbelgehäuse gegen ein unbeschädigtes austauschen und passende Lager einsetzen wird. Bei dieser Gelegenheit wird er auch die restlichen Lager prüfen und gleich noch neue Ketten (Primärkette und Nockenwellenkette) einsetzen. Das ist zwar nicht die billigste Lösung, aber vermutlich die sauberste :D

Gruß
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Re: Projektstart

Beitragvon Sg38fn » Fr Sep 17, 2021 7:02 am

Hallo zusammen,

wie weiter oben bereits geschrieben, möchte ich meine F1 optisch weitgehend an eine K7 anpassen, inklusive Tank, Sitzbank und einer 4 in 4 Auspuffanlage.

Der K7-Tank passt problemlos auf den F1-Rahmen, aber die K7-Sitzbank macht einige Änderungen notwendig damit diese auf den F1- Rahmen passt.

Bisher habe ich es so gelöst:
IMG_20210917_124236.jpg

Zur axialen Führung habe ich eine lange Schraube verwendet und angepasste Edelstahlröhrchen in die Zwischenräume eingeschoben:
IMG_20210917_132448.jpg

IMG_20210917_132620.jpg


Die Gummiauflagen werde ich durch selbstklebende Gummiplatten noch so erhöhen, dass die Bank in geschlossenem Zustand auf allen Stützpunkten
gleichmäßig aufliegt.

Um die Berührpunkte sichtbar zu machen, werde ich die Gummiplatten mit Fett einschmieren, so dass sich im Idealfall gleiche Abdrücke ergeben.

Die Montagehöhe des Schlosses muss danach durch Unterlegscheiben angeglichen werden.

Danach werde ich zunächst alles wieder demontieren und den Rahmen pulverbeschichten lassen.


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