Vergaser synchronisieren

Vergaser synchronisieren

Beitragvon bobbereddy » Mi Apr 30, 2014 8:04 pm

Hallo,
ich befinde mich im Endspurt. Bin gerade daran, die Vergaser zu synchronisieren.
Die Messuhr ist angeschlossen, und alle Anbauteile sind in Ordnung.

Habe bei ca. 2000U/min die Vergaser auf -0,15 Einstellen können.
Wenn ich jetzt aber am Gasgriff drehe, geht sie aus. Wenn ich die Drehzahl weiter reduzieren will, geht sie aus.

Könnt Ihr mir einen Tipp (oder mehrere) geben, wie ich beim Synchronisieren am besten vorgehe, und was ich evtl. falsch mache?
Vielen Dank,
Grüße
Martin
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon FourFever » Mi Apr 30, 2014 10:58 pm

Hallo Martin,

um eine vernünftige Einstellung zu machen brauchst Du eigentlich vier Meßuhren, die parallel messen.
Wenn Du einen Vergaser einstellst, ändert sich nämlich auch der Unterdruck an dem Partnervergaser.
Hast Du nochmal nachgeprüft ob am Ende tatsächlich alle auf -0,15bar stehen?

Ich denke es ist klar, dass es nicht darum geht, genau -0,15bar einzustellen. Vielmehr kommt es darauf an, am besten bei warmgefahrenen Motor, alle Vergaser auf den gleichen Unterdruck einzustellen. Der kann auch bei -0,2bar liegen.

Ich stelle den Unterdruck immer bei Leerlaufdrehzahl ein und prüfe dann vorsichtig durch Gasgeben nach, ob die Synchonisation auch bei höheren Drehzahlen noch stimmt.

Grüße
Rainer
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon bobbereddy » Do Mai 01, 2014 9:36 am

Hallo Rainer,

ja, habe natürlich 4 Messuhren angeschlossen.
Das Problem ist, dass die Drehzahl etwas zu hoch ist, und wenn ich mit der Drehzahl weiter runter gehe, geht sie aus.
Bei 2000 U/min läuft sie aber recht gut, nur sind dann die Zündkerzen total verrust.

Muss dazu sagen, dass ich noch die originalen Düsennadeln drinn habe, aber offene Luftfilter verbaut.

Gruß
Martin
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon tobias helfert » Di Mai 06, 2014 2:02 pm

du Orientierst dich an dem Vergaser, der nicht einstellbar ist - sollte der 2er sein ( von links nach rechts in Fahrtrichtung 1-2-3-4-), der Unterdruck ist für alle anderen Vergaser maßgeblich. Die Messuhr sollte was taugen, sonst wird's nichts. die Unterdruckschläuche müssen richtig sitzen und in Ordnung sein.
wenn deine Kerzen schon verrußt sind erst mal richtig sauber fahren - der Motor muß eh betriebswarm fürs synchronisieren sein. wenn die Kerzen immer verrußt sind steht ein Blick auf die Gemischaufbereitung an. wenn die Kerzen sauber sind bzw. nicht total schwarz vom Kaltstart :
1. synchronisiere 1-2 ( auf Referenzwert )
2. synchronisiere 3-4 ( zueinander synchron )
3. synchronisiere die beiden Paare über die Vergaser 2-3 (auf Referenzwert / Paarung1-2)

je nach Vergaser und Werkzeugausstattung kann das Nachstellen der Sicherungsmutter immer wieder zu einem Verstellen der Synchronisation führen - üben und ein Gefühl entwickeln. die Sicherungsmuttern müssen NICHT bis zum Anschlag abgeknallt werden - einfach nur fest, mehr nicht.

Leerlauf kann ruhig höher drehen. kannst du aber auch runter justieren.
immer mal wieder moderate !! Gaßstöße geben und auch mal etwas höher drehen lassen. die Uhren sollten sich im gleichen Rahmen bewegen.

viel Erfolg
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon bobbereddy » Di Mai 06, 2014 7:20 pm

Hallo,
danke für Deine Antwort. Habe nach mehreren Tagen versuchen folgendes Problem (eigentlich immer noch das selbe).

-Motor springt sehr schlecht an
-Drehzahl ist immer über 2-3000 U/min, darunter stirbt er ab
-Kerzen sind total verrust
-Bekomme es nicht hin, die Drehzahl zu senken, dass der Motor weiterläuft. Geht dann immer aus.

Wenn ich bei höherer Drehzahl synchronisieren will, sackt der Motor ab, und ich kann nur noch über den Choke die Maschine am laufen halten.
Im Vergaser habe ich die Nadel in die oberste Kerbe gehängt, dadurch etwas besser.
Bei hoher Drehzahl nimmt der Motor das Gas gut an, zwischen 2-3 tsd geht der Motor beim Gasgeben aus.

Bin echt langsam mit meinem Latein am Ende.

Vielen Dank für eure Hilfe und Unterstützung
Gruß
Martin
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon Herr Knievel » Di Mai 06, 2014 10:25 pm

Hi,
welche Hauptdüsen sind verbaut? Du schreibst von "offenen Luftfiltern",welche sind das? Stimmen die Steuerzeiten der Nockenwelle? Ist die Zündung richtig eingestellt? Ventilspiel auch OK?

Grüße Knievel
______________________________

Et hätt noch immer joot jejange......
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon tobias helfert » Mi Mai 07, 2014 12:29 pm

Hallo,
vergiss das Synchronisieren an dieser Stelle.
das Gemisch ist total verhunzt. ev. bis 1/4 Schieberstellung zu mager, dann ab 2/4 zu fett.Die Zündung ist statisch eingestellt ? Abblitzen geht ja schlecht.

Die Düsennadel arbeitet im Bereich 2/4 bis 3/4 der Schieberstellung ( Teillast ). Danach erst arbeitet die Hauptdüse ( Vollast ). Diese hat mit deinem Problem erst mal nichts zu tun.

zu aller erst :
die Düsennadel hängst du nun wieder in Mittelstellung, merke: die Kerbe ganz oben = Nadel ganz tief = mager, und umgekehrt. Du bist in einer Extremposition die eigentlich nie Anwendung findet - dafür gibt's dann andere Nadeln. über den Düsenstock kann kein / wenig Sprit mitgenommen werden. du brauchst ständig die Chokeklappe, um mechanisch anzufetten ( natürlich viel zu viel ) wenn die Nadel in den Düsenstock voll eintaucht.

Du hast welche Filter ?? Delo = eigentlich Schrott aber laufen tuts allemal. K&N = hoher Luftdurchsatz = fetter in Teillast und Vollast. das ist dann Nadelposition ( eine kerbe nach oben von Mittelstellung = fetter ) )und Hauptdüse.

jetzt :
1. neue Kerzen rein
2. die Gemischregulierschraube ( unten vor der Ansaugbrücke - regelt hier die Spritmenge ) alle auf 2,5 Umdrehungen ab lockerem Anschlag rausschrauben. die 2,5 Umdrehungen sind ein erstes Einstellmaß, die Drehzahl reagiert hierauf steigend oder fallend. rausdrehen = fetter, reindrehen = mager.
Arbeitsbereich zusammen mit Leerlaufdüse 1/4 Schieberstellung. der Düsenstock mit Nadel arbeitet ab ca. 1/8 Schieberstellung ebenfalls mit. hier könnte aber genau der Hund begraben liegen mit deiner jetzigen Nadelstellung.
3. Mach die Filter alle runter und schau was passiert. Grundsätzlich wird nun das Gemisch "magerer" weil mehr Luft gezogen wird.
4. wenn immer noch nichts geht Schwimmerkammern auf und Schwimmer, Ventil und Schwimmerstand prüfen und die Leerlaufdüse kleiner wählen. Bin mir nicht sicher, ob die bei dem 550 Vergaser geschraubt oder gepresst ist. aber eigentlich funktioniert die Leerlaufdüse mit Einzelfiltern. da wird nur die Hauptdüse größer gewählt. für den ganz normalen Alltag tuts dann auch.

viel Erfolg
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon bobbereddy » Mi Mai 07, 2014 8:50 pm

Wow,
vielen Dank für die Mühe und die guten Tipps.
Werde ich versuchen alle, wie beschrieben umzusetzen.

Noch eine Frage hätte ich, da ich die Zündung kontrollieren will, und gegebenenfalls einstellen.
Im Büchli steht, dass ich für die Zylinder 1-4 das blaue Kabel abhängen soll, um den Zündzeitpunkt zu prüfen.
Dann leuchtet aber das Licht nicht, nur wenn ich das Kabel angeschlossen lasse. Dito für Zylinder 2-3 mit dem gelben Kabel.
Kann mir bitte :oops: jemand erklären, wie es korrekt geht, die Zündung zu prüfen und einzustellen?

So langsam habe ich mit eurer Hilfe wieder Hoffnung. DANKE

Gruß
Martin
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon AlexA. » Do Mai 08, 2014 6:27 am

Hallo Martin,

das kannst du machen wie du willst.

Kabel drann = Prüflampe auf Masse und Unterbrecher (Lampe an wenn Unterbrecher offen)
Kabel ab = Prüflampe auf Batterie und Unterbrecher (Lampe an wenn Unterbrecher geschlossen)

Egal wie du es machst, der ZZP ist der Moment wo der Unterbrecher von geschlossen auf offen wechselt.

MfG Alex
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon bobbereddy » Do Mai 08, 2014 10:46 pm

Hallo,
habe bis jetzt alles umgesetzt, was Ihr mir geschrieben habt.
Ich habe aber das Gefühl, dass ich das mit der Zündung einstellen noch nicht richtig gemacht habe.
Ich habe eine Prüflampe, und verstehe nicht genau den Unterschied, wenn ich bei abgeklemmten Kabeln schaue,
oder die Kabel noch angeschlossen sind. Habe beim angeschlossenen Kabel die OT Stellung, und dann die Zündungsplatte so verdreht, bis das Licht leuchtet.
Bin aber nicht sicher, ob dass so stimmt.
Also, Zündung einstellen noch mein Problem, das andere mit den Nadeln, Vergaser, Ventile habe ich alles gemacht.

Vielen Dank
Gruß
Martin
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon max » Fr Mai 09, 2014 6:19 am

Hallo, die Prüflampe soll bei Stellung der F-Markierung verloeschen.
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon max » Fr Mai 09, 2014 6:25 am

Das ist die Markierung in der Naehe der T-Markierung. Das ist der Zzp. fuer Standgas bzw. bis 2.500. In dem Moment, wenn der Unterbrecher oeffnet, zuendet es. Die Prueflampe musst Du auch an dem richtigen Unterbrecher ansetzen. 1-4 oder 2-3.
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon max » Fr Mai 09, 2014 6:44 am

Ich schreibe spaeter noch etwas dazu, wie es weitergeht.
Gruss, Max
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon bobbereddy » Fr Mai 09, 2014 8:53 am

Hallo,
dann habe ich es bestimmt falsch gemacht. Ich habe die Kabel drann gelassen, die Prüflampe auf Masse gelegt,
und für Zylinder 1-4 gemessen.
Und die Grundplatte eingestellt, nach dem Zeitpunkt dass in den Doppelstrichen bei T 1-4 das Licht angeht.
Dasselbe dann bei 2-3, und die separate Platte eingestellt.

Jetzt habe ich keinen Zündfunke mehr, was ja klar ist. Also dass mit der Zündung habe ich noch nicht begriffen. :oops:

Grüße und Danke
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Re: Vergaser synchronisieren

Beitragvon Hondaberti » Fr Mai 09, 2014 12:26 pm

Hallo Martin,

bau dir die ein: Externer_Link.php?adresse=http://www.transistorzuendung.de/ELZ2CoilGER.html

einmal justiert, läuft die Four sorgenlos. Nie wieder Kontakte einstellen.

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Gruß

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