Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon Bebr » Mo Mär 19, 2012 12:32 am

Habe ähnliche Erfahrungen wie du, nach Überholung blaue Fahne aus dem Auspuff (Autobahn), und auch etwas Öl am Zylinderkopf.
Das Öl wurde weniger als ich den Zyl.kopfdeckel mit zusätzlich Dichtmasse einbaute, etwas ölig ist der Motor aber immer noch irgendwo zwischen Fuss und Kopf.
Allerdings habe ich mir dann gesagt "Es ist ein altes Motorrad, die Präzision war damals nicht so hoch" - und beschlossen, nicht weiter dran herum zu optimieren.
Denn eigentlich ging es ja mal hauptsächlich ums fahren...
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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon Bruggma » Mo Apr 22, 2019 11:40 am

Ist zwar sehr lange her, aber irgendwie passt es da, Ölfarbe wie beim Diesel ...

Ich habe die 550 F vor vielen Jahren gekauft, angeblich ein paar Kleinigkeiten, aber um den Motor
habe ich mich von Anfang an gekümmert, zuerst ein Ölwechsel. Seit einem Jahr ist sie am erwachen,
und hat natürlich wieder frische Filter und frisches Motorenöl erhalten.

Jetzt ist sie soweit, ich will diese Woche Tages Schilder holen, ja geht in CH, darum habe ich
nochmals alles gecheckt.

Das Motorenöl ist schwarz und irgendwie wie sandig, also wie wenn Wasser drin wäre
(Abstich auf dem Handpapier).

Also das ÖL muss raus, die Filter auch, alles klar.

Aber woher kommt die schwarze Färbung und die Konsistenz wie nach eine Kodi Schaden.
Das Mädchen startet willig, brummt gelassen, dreht sauber hoch, können das Altlasten sein?

Ich bin für jede Anregung dankbar ...
Peter

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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon Four-Alf » Mo Apr 22, 2019 1:08 pm

Moin.
Zu Deiner Ölleckage: ich hatte bei einer 550er mal das gleiche Problem und habe überall am Kopf abgedichtet was irgendwie geht. Letztendlich war es der Simmerring für die DZM-Welle :idea: . Bei höheren Drehzahlen hat's da rausgedrückt. Mit einem neuen Simmerring war das Thema erledigt. Hab aber lange gebraucht, um das zu finden, weil im Stand bei Leerlaufdrehzahl nix passierte und das Öl nachher vom Fahrtwind auf den halben Kopf verteilt wurde. Viel Erfolg!
Gruß
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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon lui7w » So Mai 26, 2019 10:42 pm

Hallo, noch 2 Gedanken:
1.) Wirklich plane & geläppte Dichtflächen überall und wirklich nur mäßig mit Hylomar o.ä. gearbeitet? Dichtungen brauchen eigentlich keine Zusatzstoffe. Richtige Anzugsmomente?
2.) Motor für schöne Optik in irgendeiner Form Sand- oder Perlgestrahlt? Evtl. hat man flüssiges Schmirgelpapier, wenn da irgendwo noch kleinste Reste drin sind, bid die im Ölfilter sind...
Habe gerade einen Motor komplett zerlegt und deshalb diese ergänzenden Gedanken.

Noch ne Frage an alle: Ist der Kolbendurchmesser im Neuzustand oberhalb des obersten Rings geringer als am Hemd?
Beste Grüße aus Bayern,
Lui
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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon chinakohl » Mo Mai 27, 2019 12:21 am

Moin,

hinsichtlich Ölverbrauch:
Nach einer Motorinstandsetzung (neue Kolben, neue Ringe, Zylinderlaufflächen gebohrt/gehont) kann es vorkommen - es ist sogar sehr wahrscheinlich - das während des Einfahrens ein geringer Ölverbrauch vorkommt.
Die Kolbenringe passen sich noch ein wenig an die jeweiligen Zylinderlaufflächen an - die Feinstabdichtung zwischen Zylinderlaufwand und Kolbenring übernimmt ein ganz dünner Ölfilm ........ je besser Kolbenringe und Laufflächen aneinander angeglichen sind, desto dünner ist/wird der Ölfilm.

Hinsichtlich Kolbendurchmesser:
Ja - der Feuersteg oberhalb der Kolbenringzone ist immer etwas kleiner im Durchmesser als das Kolbenhemd oder der Kolbenschaft. Dort findet ja auch die größte Wärmeausdehnung statt bzw. wird die meiste Wärme vom Material aufgenommen.
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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon Bruggma » Do Jun 06, 2019 9:23 am

Bruggma hat geschrieben:Ist zwar sehr lange her, aber irgendwie passt es da, Ölfarbe wie beim Diesel ...

Ich habe die 550 F vor vielen Jahren gekauft, angeblich ein paar Kleinigkeiten, aber um den Motor
habe ich mich von Anfang an gekümmert, zuerst ein Ölwechsel. Seit einem Jahr ist sie am erwachen,
und hat natürlich wieder frische Filter und frisches Motorenöl erhalten.

Jetzt ist sie soweit, ich will diese Woche Tages Schilder holen, ja geht in CH, darum habe ich
nochmals alles gecheckt.

Das Motorenöl ist schwarz und irgendwie wie sandig, also wie wenn Wasser drin wäre
(Abstich auf dem Handpapier).

Also das ÖL muss raus, die Filter auch, alles klar.

Aber woher kommt die schwarze Färbung und die Konsistenz wie nach eine Kodi Schaden.
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Ich bin für jede Anregung dankbar ...


Ich muss das nochmals ansprechen.

Beim umgiessen des Altölbehälters ist mir aufgefallen, das sich am Boden eine pechartige,
zähe Masse gebildet hat.
Nach dem Ölwechsel war alles gut, das heisst, das Öl war transparent und goldfarben.

Nun wird es wieder dunkel, nicht so wie vorher aber auch nicht klar.
Kann es sein, dass das Altlasten sind, die mehrfach gespült werden müssen?

Hat jemand eine Idee?
Peter

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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon Hondaberti » Do Jun 06, 2019 10:40 am

Hallo Peter,

dunkel wird Motorenöl ja nach einer gewissen Kilometerleistung immer. Pechartig sollte es nicht sein. Sind denn alle Gummi/Kunststoffteile im Motor mal gewechselt worden? Die Spannerschienen und die Ruckdämpfergummis(befinden sich im Primärantrieb und in der Kupplung) verlieren in den vielen Jahren ihre Weichmacher. Dadurch werden diese Teile brüchig, zerfallen und landen im Ölkreislauf. Verständlicher Weise nicht gesund für den Motor. Ist kein großer finanzieller Aufwand, aber viel Arbeit.

Gruß

Berthold
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Re: Ölverbrauch nach Motorinstandsetzung

Beitragvon chinakohl » Do Jun 06, 2019 5:50 pm

Moin

Das Motoröl wird mit der Zeit immer dunkel/schwarz, weil es die Schwebestoffe (Blow-by, Kupplungsabrieb, Abriebe von Steuerkettengleit- und Spannschiene, Abriebe von Gleitlagern und Zylinderlaufflächen) im Ölkreislauf aufnimmt und diese durch den Ölfilter spült, damit diese ausgefiltert werden können.
Wesentlich bedenklicher wäre es, wenn das Motoröl nach einigen hundert bzw. tausend Kilometern immer noch Bernsteinfarben wäre.
Wenn z. Bsp. bei einem Motor, der mehrere Jahre oder längeren Zeitraum nicht gelaufen hat, das Motoröl abgelassen wird, kann es vorkommen das dieses sauber aussieht. Das liegt dann häufigenfalls daran, das sich die Schwebestoffe im Ölsumpf abgesetzt haben - und nicht (wie oftmals fälschlicherweise angenommen) das es noch "frisches" Öl und ein Ölwechsel somit nicht notwendig ist.

Ich wechsele z. Bsp. einmal jährlich das Motoröl und den Ölfilter an meinen Mopeten - egal, wieviel der Motor in der letzten Saison gefahren wurde.
Auch bei neu angeschaften (Gebraucht)Fahrzeugen ist das Motoröl und der Ölfilter das erste, was ich wechsle ........ quasi die erste Amtshandlung - noch bevor ich nennenswerte Kilometer mit dem Fahrzeug fahre.

MfG
Arvid

P.s: Ach ja - falls es nicht schon bekannt sein sollte: Ölwechsel immer bei warmen Motor machen - soll heißen, warm fahren (oder laufen lassen) und dann das Öl ablassen. So wird sichergestellt, das auch weitestgehend alle noch im Öl befindlichen Schwebestoffe mit dem Motoröl ablaufen ........... die Ablassschraube wieder reindrehen und das neue Öl einfüllen kann man ja dann, wenn der Motor weitestgehend abgekühlt ist.
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